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Lernen auf neuem Level: Die Hybride Lernfabrik der NTB

14. Dezember 2018 | 11:35 Autor: Roland Seeger, NTB FOLIO | Anzeige Vorarlberg, Liechtenstein, Deutschland, Schweiz

Future Skills und T-Shaped sind zentrale Aspekte der Lehre und Weiterbildung an der NTB und vermitteln Kompetenzen, welche auch für zukünftige Herausforderungen vorbereiten. Um das Thema «Digitalisierung» praxisnah zu vermitteln, setzt die NTB bereits heute Technk von morgen ein: Mt der hybriden Lernfabrik macht die NTB dieses Thema exemplarisch «begreifbar».

NTB FOLIO im Gespräch mit zwei Experten.

NTB FOLIO: Herr Bernhardsgrütter, Sie betreuen die brandneue Lernfabrik an der NTB. Erklären Sie bitte dem Leser in kurzen Worten, was die Anlage kann.
Wir nennen sie Hybride Lernfabrik. Sie ist ein Simulator in der Lehre für komplexe technische Systeme, in dem sowohl am realen Modell, als auch am virtuellen Modell theoretische Inhalte praktisch erprobt
werden. Sie zeigt das Zusammenspiel von Mechanik, Elektrotechnik und Informatik an einem realen Objekt mit realen Komponenten. Mit dieser Anlage können die Methoden der Systemtechnik und des Systems Engineerings an wechselnden Beispielen und in überschaubaren Projekten geübt werden.

Dabei werden typische Aufgaben- / Problemstellungen realer Systeme betrachtet und trainiert. Des Weiteren lassen sich die Abläufe einzelner Komponenten oder der ganzen Anlage im Computer simulieren. Stichwort: digitaler Zwilling. Die Studierenden können sowohl eine reale wie auch eine virtuelle Anlage bedienen. Deshalb verwenden wir den Begriff hybride Lernfabrik statt virtuelle
Lernfabrik.

NTB FOLIO: Simulation klingt ein wenig nach Computerspielen…
Spielen ist erwünscht! Wer spielt, hat Interesse und wer Interesse hat, hat Freude am Erfahren und Lernen. Unsere hybride Lernfabrik kann viel mehr: Das Spezielle an diesem System ist, dass die gleiche Steuerung, welche die Simulation im Computer steuert, auch die reale Fabrik steuert. Das heisst, es können Fehler in den Abläufen am Computer erkannt und vermieden werden, bevor man sie mit der realen Fabrik erprobt.

Als weiteres Novum kann die Fabrik mithilfe einer speziellen Brille im virtuellen Raum «begangen» werden und Prozessabläufe können von Nahem betrachtet werden.

Das bietet den Vorteil, dass man z. B. virtuell dem arbeitenden Roboter beim Montageprozess aus
nächster Nähe zusehen kann, ohne sich in Gefahr zu bringen.

NTB FOLIO: Virtual Reality kennt man bisher primär aus dem Bereich Unterhaltung, z. B. aus
Freizeit- und Themenparks.

Unsere Studenten werden mithilfe der hybriden Lernfabrik in die Systemtechnik vertieft und mit den Möglichkeiten der Simulation und der virtuellen Welt in Kontakt gebracht.

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  • Dipl.-Ing. (FH) Raphael Bernhardsgütter, gelernter Feinmechaniker, hat nach seinem Systemtechnikstudium in Buchs als Entwicklungsingenieur und Projektleiter in der Produktentwicklung für verschiedene Betriebe gearbeitet. Nach Stationen in der Ost- und Westschweiz zog es ihn dieses Jahr wieder an die NTB zurück. Nach 17 Jahren Industrietätigkeit arbeitet er nun seit August 2018 als Projektleiter an der NTB Buchs.
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